Woran erkenne ich eine Depression?

Depressive Erkrankungen äußern sich in verschiedenen Symptomen und Erscheinungsformen. Ärzte unterscheiden Hauptsymptome der Depression wie Stimmungstief, Antriebsmangel und Interessenverlust von Zusatzsymptomen. Zusatzsymptome können psychischer und körperlicher Art sein. Häufig äußern sie sich durch Schlafstörungen, Erschöpfung am Tage, körperliche Beschwerden oder Schmerzen.

 

 

 

Psychische Symptome

Eine Reihe von psychischen Symptomen, wie z. B. gedrückte Stimmung, Schuldgefühle, negative Zukunftsperspektiven und Selbstmordgedanken weisen auf eine Depression hin.

 

Körperliche Symptome

 

Auch körperliche Symptome können Anzeichen für eine Depression sein. Hierzu zählen:

 

  • Allgemeine körperliche Abgeschlagenheit, Mattigkeit
  • Schlafstörungen (Ein- und/oder Durchschlafstörungen)
  • Appetitstörungen, Magendruck, Gewichtsverlust, Verdauungsprobleme wie Verstopfung oder Durchfall
  • Kopfschmerz oder andere Schmerzen
  • Druckgefühl in Hals und Brust, Beengtheit im Hals (so genanntes „Globusgefühl“)
  • Herz-Kreislauf-Störungen (Herzrhythmusstörungen, Herzrasen), Atemnot
  • Schwindelgefühle, Flimmern vor den Augen, Sehstörungen
  • Muskelverspannungen, plötzlich einschießende Schmerzen
  • Verlust des sexuellen Interesses, Ausbleiben der Monatsblutung, Impotenz, sexuelle Funktionsstörungen
  • Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen

 

Begleiterkrankungen einer Depression

Eine Depression geht häufig mit anderen psychischen oder körperlichen Erkrankungen einher.

Häufige psychische Begleiterkrankungen sind:

 

  • Angst- und Panikstörungen
  • Missbrauch von Alkohol oder Drogen
  • Essstörungen (Magersucht, Bulimie)
  • Persönlichkeitsstörungen

 

Auch Krebserkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Allergien, Infektionen, anhaltende Schmerzen, Diabetes, Hirnerkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten können mit depressiven Symptomen verbunden sein.

Ist bei Ihnen eine Depression festgestellt worden, dann sollte Ihr Arzt oder Psychotherapeut genau prüfen, ob eine organische Ursache vorliegt und gegebenenfalls entsprechende Behandlungsmaßnahmen einleiten.

Kontaktstellen

Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.
Das deutsche Bündnis gegen Depression e.V. verfügt über 40 regionale Bündnisse, die über Veranstaltungen, Beratungsstellen, Selbsthilfeaktivitäten und Ansprech-partner in Ihrer Nähe informieren.

 

Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde von dem deutschen Bündnis gegen Depression e.V. und dem Kompetenznetz Depression gegründet.

 

Psychotherapie-Informations-Dienst
Der Informationsdienst der deutschen Psychologen Akademie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen bietet Informationen und Beratung zu Psychotherapie und psychotherapeutischer Hilfe.

 

Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V.
Der Bundesverband hat seine Geschäftsstelle in Bonn und verfügt über Landesverbände in allen 16 Bundesländern.

 

NAKOS
Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen

 

Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge hilft 24 Stunden bundesweit und gebührenfrei.

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