Welche Formen der Depression gibt es?

Die Depression ist ein Krankheitsbild mit vielen Gesichtern. Einzelne depressive Phasen nennt man depressive Episoden. Diese können einmalig oder wiederholt auftreten. Bei mehr als der Hälfte der Ersterkrankungen kommt es im Laufe der Zeit zu einer erneuten Erkrankung (dem so genannten Rezidiv). Zwischen zwei depressiven Episoden können Jahre vergehen, sie können aber auch innerhalb eines kurzen Zeitraums gehäuft auftreten. Von einer Depression abzugrenzen ist die Dysthymie, eine über mehr als zwei Jahre anhaltende getrübte Stimmung, die das Befinden zwar beeinträchtigt, aber nicht in so starkem Maße wie eine depressive Episode. Von einer chronischen Depression spricht man, wenn die depressiven Symptome mehr als zwei Jahre anhalten. Eine Depression kann sowohl unipolar als auch bipolar verlaufen.

 

Unipolare Depression

Die Mehrheit der Erkrankten erlebt eine unipolare Form der Depression. Diese ist hinsichtlich Schwere und Verlauf die bedeutendste depressive Störung. Sie besteht dann, wenn ein Patient über einen längeren Zeitraum an depressiven Symptomen leidet und seine sonst üblichen Alltagsaktivitäten nicht mehr aufrechterhalten kann. Unipolare Depressionen werden bei Frauen häufiger als bei Männern diagnostiziert.

 

unipolar

 

Bipolare Depression

Eine bipolare Störung liegt vor, wenn die Depression zwei deutlich voneinander unterscheidbare Krankheitsphasen hat: Zeiten, in denen der Patient sich ausgesprochen niedergeschlagen fühlt, und Zeiten, in denen er euphorisch hoch gestimmt ist (manisch-depressiv). 90 Prozent aller depressiv erkrankten Menschen, die eine manische Phase erleben, erleiden weitere derartige Episoden. Bei einer unbehandelten bipolaren Störung besteht ein hohes Selbsttötungsrisiko. Etwa zehn bis 15 Prozent der Betroffenen nehmen sich das Leben.

 

bipolar

 

Kontaktstellen

Deutsches Bündnis gegen Depression e.V.
Das deutsche Bündnis gegen Depression e.V. verfügt über 40 regionale Bündnisse, die über Veranstaltungen, Beratungsstellen, Selbsthilfeaktivitäten und Ansprech-partner in Ihrer Nähe informieren.

 

Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe wurde von dem deutschen Bündnis gegen Depression e.V. und dem Kompetenznetz Depression gegründet.

 

Psychotherapie-Informations-Dienst
Der Informationsdienst der deutschen Psychologen Akademie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen bietet Informationen und Beratung zu Psychotherapie und psychotherapeutischer Hilfe.

 

Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker e.V.
Der Bundesverband hat seine Geschäftsstelle in Bonn und verfügt über Landesverbände in allen 16 Bundesländern.

 

NAKOS
Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen

 

Telefonseelsorge
Die Telefonseelsorge hilft 24 Stunden bundesweit und gebührenfrei.

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